Innovative Beratung zur Verbesserung der Teilhabe Älterer am Arbeits- und gesellschaftlichen Leben

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Die Ziele

Die gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Relevanz der Gruppe 55+ wurde in den letzten Jahren oft thematisiert. Zurzeit fehlen jedoch wissenschaftlich fundierte, auf diese Zielgruppe spezialisierte, Beratungsangebote. Zur Förderung der Teilhabe älterer Personen am Arbeits- und gesellschaftlichen Leben erarbeitet INBeratung Weiterbildungsinhalte, die die Berater bei ihrer Arbeit mit älteren Personen sowohl zu den Themen Bildung, Ehrenamt oder Arbeitssuche unterstützen. Dies wird ergänzt durch die Zusammenarbeit der Praxispartner, welche einen bedarfsorientierten Ausbau der Beratungsangebote möglich macht.

Das auf zwei Jahre angelegte Projekt läuft unter der Zielsetzung, die Beteiligung Älterer am öffentlichen Leben zu unterstützen: am Arbeitsmarkt, im Ehrenamt und im Bildungsbereich. Die gesellschaftlichen Aufgaben, Älteren das „aktive Altern“ zu ermöglichen und ihre soziale Exklusion zu vermeiden, sollen durch eine altersspezifische Beratung umgesetzt werden. Eine subjektive soziale Exklusion, welche durch den Austritt aus der Erwerbstätigkeit in den Ruhestand zunimmt (Wetzel & Mahne, 2016) soll durch einer zielgruppenspezifische Beratung entgegengewirkt werden.

Dabei soll bei der Beratung älterer Personen sowohl Persönlichkeitsmerkmale, Lebensumstände als auch Rollenanforderungen angemessen berücksichtigt werden (vgl. auch Hurni, 2016). Für die Weiterbildungsinhalte werden die Ergebnisse einer Bedarfsanalyse (mit Beratenden und Ratsuchenden), Fokusgruppenergebnisse sowie aktuelle Fachliteraturempfehlungen herangezogen.

Zur Evaluierung der Weiterqualifizierung der Beratungsfachkräfte werden die TeilnehmerInnen, ebenso wie die Ratsuchenden selbst die nachfolgenden Beratungsgespräche inhaltlich und methodisch einschätzen. Dieses Feedback dient dazu, das Konzept weiterzuentwickeln.

Die Ergebnisse des regionalen Projekts INBeratung sollen durch Veröffentlichung und Verbreitung (Dissemination) auf überregionaler, nationaler und internationaler Ebene genutzt werden. Um das übergeordnete Ziel der verbesserten Teilhabe zu erreichen, sind folgende Maßnahmen geplant:

  • Durchführung einer Bedarfsanalyse, Austausch in Fokusgruppen

  • Entwicklung eines Weiterbildungs-Curriculums zur ganzheitlichen Beratung

  • Durchführung der Trainingsmodule mit Beratern in engem Austausch mit den Praxispartnern

  • Errichten eines Austauschnetzwerks für Beratende in der Metropolregion Rhein-Neckar

  • Ausbau des bestehenden Beratungsangebots durch Intensivierung der Zusammenarbeit der Praxispartner

  • Vorbereitung von Projekten mit überregionalem und europäischem Bezug

 

Quellen:

M. Wetzel, K. Mahne (2016). Out of society? Retirement affects perceived social exclusion in Germany. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie (49) 4, S. 327 - 334.

Hurni, L. (2016). Qualität im Coaching der 60plus-Generationen von morgen. In Coaching als individuelle Antwort auf gesellschaftliche Entwicklungen (pp. 161-167). Springer Fachmedien Wiesbaden.